; Volksschule Kranzberg

Am 5.-6, Juli 2008 haben wir für 2 dritte Klassen der Schule Kranzberg ein Mittelalterlager auf dem Schulgelände veranstaltet.

Gruppenbilder der Klassen 3a und 3b der Grundschule Kranzberg

 

Die Kinder reisten so gegen Mittag mit ihren Eltern an und haben uns gleich fleißig geholfen die letzten zwei von acht Zelten auf zubauen. Nachdem das geschafft war, suchten sich jedes Kind seinen Schlafplatz und verabschiedete sich von den Eltern und schon konnte die Zeitreise beginnen. In 8 großen Schritten, einer für jedes Jahrhundert, reisten wir in die Zeit um 1208. Nach einer kurzen Einweisung (ja auch im Mittelalter gab es Regeln), konnten wir mit dem Programm starten. Die im Vorfeld mit den Eltern gebastelten Bögen konnten nun erprobt werden. Das Basteln von kleinen Geldkatzen und Pfeilköchern mit anschließendem Verzieren (auch punzieren genannt) mit Eisenstempeln kam bei den Kinder besonders gut an. Den Mädels hat besonders das Filzen von Elfen, Topflappen und anderen lustigen Dingen gefallen. Des weiteren wurden noch Borten in der Finger-Loop-Technik hergestellt. An jeder unserer Stationen konnten sich die Kinder einen Stempel auf ihrem Laufzettel abholen. Wer gerade keine Beschäftigung hatte, konnte Kubb spielen. Aber nicht nur lustiges stand auf dem Stundenplan, sondern auch lehrreiches. Die Kinder lernten das Rechnen mit mittels Rechenbrett und das Schreiben mit einer Gänsefeder. Um 16Uhr haben wir dann die Stationen abgebaut und mit dem Kochen angefangen. Alle wollten mithelfen und so war das Gemüse und Fleisch für unseren Eintopf ruck-zuck vorbereitet. Bis das Essen dann fertig war, wurde eine lange Tafel gedeckt. Zum Beginn des Essen erklärten wir die Verhaltensregeln am Tisch im Mittelalter und jedes Kind bekam einen Holzlöffel. Abgespült war mit so vielen fleißigen Händen auch recht schnell und schon konnte unsere Nachtwanderung in den nahe gelegenen Wald beginnen. Mit Fackeln bewaffnet zogen wir los. Unterwegs erzählte unserer Märchenmatthias die Geschichte von Otto VIII von Wittelsbach , dem Mörder des deutschen Königs Philipp, der damals in der Region gelebt hatte. Und alle gruselten sich ein wenig. Doch die Nacht verlief ruhig und aller schliefengut in den Ritterzelten.

Der nächste Morgen begann mit einem ausgiebigen Frühstück mit Brot und Fruchtaufstrichen. Danach ließen wir den Tag ruhig angehen und zeigten was so ein Ritter alles unter seiner Rüstung trägt und wie wichtig die Kopfbedeckung einer Frau damals war. Anschließend dürfen die Kinder in Rüstung schlüpfen und jedes Mädchen bekam gezeigt wie ein Kopftuch gebunden wurde (Die Tücher haben einige fleißige Mamas vorbereitet). Des weiteren Stand noch Schwertkampftraining auf dem Programm und es konnten noch die Bastelarbeiten vervollständigt werden. Nach dem Mittagessen bei dem es Hirsebrei und Obst gab, stellten wir uns alle in einem großen Kreis auf. Jedes Kind bekam eine Urkunde und einen Edelstein und mit acht großen Schritten reisten wir zurück ins Jahr 2008.

 

 Weiter Bilder findet ihr in unserer Gallerie.

 

 

„Das Wochenende mit Hedera Helix war für mich ein echtes Highlight. Der Verein bot meinen Kindern die einmalige Gelegenheit, das Mittelalter haut nah zu erleben. Das Lager war so hervoragend organisiert, der Tagesablauf so authentisch vorgelebt und die Inhalte wurden didaktisch so geschickt vermittelt, das am Ende keiner meiner Schüler mehr zurück wollte ins Jahr 2008.
Verständlich! Ich wäre auch gern noch sehr viel länger mit euch im Jahr 2008 geblieben!

Tausend Dank euch allen für die Planung und Durchführung dieses tollen Projekts.“

Susi Riedel, Lehrerin

 

„Mir hat alles gut gefallen. Am schönsten fand ich die Nachtwanderung und die Glühwürmchen. Ich habe mich sehr gegruselt, wegen der Geschichte über den Mörder Otto.“

Antonia, Schülerin
 

„Das schönste war für mich das Kochen ich durfte sogar mit dem Mörser und Stößel den Pfeffer mahlen“
Julia, Schülerin

 

„Mir gefiel es gut, aber das Bogenschießen gefiel mir am besten. Es war auch lustig, immer Wasser zu trinken“
Benjamin, Schüler

 

„Ich fand es sehr schön, vor allem das Filzen hat mir am besten gefallen. Ich würde am liebsten die Zeit zurück drehen, um alles noch einmal zu erleben.“
Simone, Schülerin

 

„Mir hat alles gut gefallen und am besten fand ich den An-und Ausziehritter und den Stockkampf mit Manuel. Das war sehr schön.“

Bastian, Schüler

 

„Ich fand das Mittelalterlager ausgezeichnet! Aber am besten hat mir gefallen:
Bogenschießen, Schwertkampf und die Nachtwanderung.“

Christoph, Schüler

 

„Mit hat alles ultragut gefallen. Ich fand es auch ziemlich cool, dass Leute so etwas machen. Aber am besten fand ich die Fackelwanderung mit der Ottogruselgeschichte und die Glühwürmchen waren süß aber zugleich auch angsteinflößend, weil man dachte es wären Augen ohne Körper“

Juliane, Schülerin

 

Unser Fazit:

Es war für uns eine sehr schöne Erfahrung, mit so tollen Kinder würde wir so ein Wochenende gerne wiederholen. Es gab keinerlei Probleme und ab gesehen von einem Bienenstich auch keine Verletzten, alles im allem ein sehr gelungenes Projekt.